Der Winter ist definitiv die Jahreszeit der Wahrheit; vor allem hinsichtlich jeder Form von „Radinfrastruktur“. Nach der Dokumentation der Zustände im Zuge der B 10 möchte ich heute noch eine zu den Pirmasenser „Schutzstreifen“, von denen das unnütze „Radverkehrskonzept“ förmlich überquillt, vorstellen. An deren Zustand zeigt sich eben vor allem im Winter, dass sie im Endeffekt nur unnützes Blendwerk sind. Denn sie werden natürlich nicht planmäßig geräumt und gestreut. Was allerdings auch schwierig ist, wenn der „Schutzstreifen“ wie z. B. in der Blocksbergstraße direkt neben einem Längsparkstreifen verläuft. Da würde man ja mit dem Räumfahrzeug unzählige Seitenspiegel und ggf. auch mal eine Autotür abräumen.
Dieses Thema ist natürlich nicht neu. Mein weitestgehend erfolgloses Engagement frustriert mich vor allem auch aufgrund der Tatsache, dass ich wirklich alles schon mehrere Male kritisiert und dokumentiert habe; ohne, dass sich jemals irgendetwas geändert hätte. Da wäre z. B. diese Dokumentation vom 2. Februar 2019. An diesem Tag feierte ich übrigens meinen 37. Geburtstag. Ach, könnte ich doch noch einmal so jung (und naiv) sein.
Eine weitere Dokumentation stammt vom 18. Januar 2021.
Bürgermeister Maas gab sogar anlässlich meiner Kritik im Jahre 2021 frank und frei zu, dass (nicht nur) der Winterdienst auf den städtischen „Schutzstreifen“ keine nennenswerte Rolle spielt.
Blocksbergstraße
Widmen wir uns zuerst den beiden „Schutzstreifen“ in der Blocksbergstraße. Eine Straße, die selbst ein abgehärteter Hund wie ich inzwischen stadteinwärts ganz bewusst meidet. Ich habe keine Lust mehr darauf, ohne jede strafrechtliche Konsequenz genötigt und gefährdet zu werden. Und bevor ich wieder mal auf eine Polizistin treffe, die mir die Nichtbenutzung dieses Scheißdrecks vorwirft, fahre ich dort nicht mehr.
Theoretisch hätte ich auch einen Zeitraffer schneiden können – aber das Verpixeln ist eine unfassbar nervtötende und stupide Arbeit, die ich mir nicht mehr als nötig antun will.





Dass das Fahren links dieses Streifens hinsichtlich der regelmäßigen Missachtung der vorgeschriebenen Überholabstände auch nicht viel bringt, wurde mir auch einmal mehr von diesem Autofahrer bestätigt.
Auf dem Rückweg legte ich am späten Nachmittag dann doch nochmal einen echten Fotostop mit der richtigen Kamera ein, um den „Schutzstreifen“ in der Gegenrichtung zu knipsen.




Heute sah es dort nur unwesentlich besser aus. Was mit zu diesem nicht ganz astreinen Überholvorgang führte.
Lemberger Straße
Den zuletzt ausgeweiteten Unfug in der Lemberger Straße hatte ich ja erst im November komplett zerrissen. Bis ich mich mit dem „Radverkehrsbeauftragen“ hierüber werde unterhalten können, wird es vermutlich schon Mitte / Ende Februar sein. Das Zeitspiel der Straßenverkehrsbehörde war also mal wieder erfolgreich. Es folgen 12 Einzelbilder von gestern Nachmittag zwischen der Beckenhofer Straße und dem PLUB.












Immerhin: Ich hatte auf der Hälfte der hier gezeigten Strecke einen Autofahrer hinter mir, der mich aufgrund der winterlichen Straßenverhältnisse nicht überholen wollte. Würde der Streifen vor allem nicht in den Kurven durch den Kfz-Verkehr illegal mitbenutzt, würde man ihn überhaupt nicht mehr erkennen.
Die Dinger sind ja allerdings insbesondere für die Anwohner unheimlich praktisch. Man muss nur einfach alles vom Gehweg auf den „Schutzstreifen“ schaufeln. Und ist seiner Räumpflicht nachgekommen.