Ich muss mich mal kurz aufregen. Über die Selbstverständlichkeit, mit der vor allem die konservativen Parteien Menschen als freie Verfügungsmasse betrachten. Es genügt nicht, Menschen, die im Rahmen eines kranken und entwürdigenden Wirtschaftssystems in einer schikanösen Armutsverwaltung landen, regelmäßig zu drangsalieren. Sie über Stöckchen springen und Gesslerhüte grüßen zu lassen. Nein. Man muss sie, in einem Land, in welchem Zwangsarbeit angeblich laut Verfassung verboten ist, auch zur körperlichen Arbeit zwingen. Das allerdings auch nicht im Rahmen einer „ordentlichen“ Anstellung als Lohnsklave. Sondern eben im Rahmen purer Zwangsarbeit. Auch das „Existenzminimum“ muss sich nach deren Ansicht eben erst „verdient“ werden. „Reichsarbeitsdienst in Pirmasens?“ weiterlesen
Schlagwort: Lohnarbeit
Caitlin Johnstone über den Kapitalismus
Mein letzter noch verbliebener Kumpel bestreitet regelmäßig die Schattenseiten des kapitalistischen Systems. Obwohl er anhand meines qualvollen Niedergangs eigentlich erkennen müsste, wohin letzten Endes ein korporatistisches System des existenziellen Zwangs zur lebenslangen Lohnknechtschaft, der Ausbeutung und der Profitmaximierung auch individuell führt, hält er an diesem Trugbild fest. Er wird selbst dann noch an dieser naiven Teletubby-Version des Kapitalismus, in welcher lediglich „freie“ Menschen untereinander uneigennützig Waren und Dienstleistungen austauschen, festhalten, wenn ich auf der Straße gelandet und unter irgendeiner Brücke erfroren bin. „Caitlin Johnstone über den Kapitalismus“ weiterlesen
Die wertlose Arbeit eines Radjournalisten
Vorgestern hatte mich, nach einer e-mail meinerseits, Volker Birk, der derzeit leider im Krankenhaus liegt (Gute Besserung!), nach längerer Zeit mal wieder verlinkt. Dass ich seit März wieder unter einer neuen Domain blogge, hatte er nicht mitbekommen. Er war einer der ersten, die vor zweieinhalb Jahren meine Blog-Schließung bedauerten. Wir bekamen uns aber in die Haare, weil er letzten Endes mit seinen Anteil daran leistete. Und zwar, weil er meinen Blog einfach über längere Zeit nicht mehr verlinkte. Denn wer sollte sich denn nun, nachdem der Corona-Zirkus definitiv vorüber war, noch für so einen unbedeutenden Fahrradkram interessieren? So gut seine Verlinkung gemeint war, so folgenlos war auch sie. Der Link ergab zwar etwas Traffic. Aber keine Kommentare und keine e-mails von (ehemaligen) Lesern. „Die wertlose Arbeit eines Radjournalisten“ weiterlesen