Als ich auf der Suche nach einem „abgründigen“ Beitragsbild eben die zahlreichen Ordner mit Fotos durchstöberte, welche ich während meiner „fotografischen Hochphase“ zwischen 2011 und 2015 überwiegend aus dem Pfälzerwald anfertigte, wurde mir mal wieder bewusst, wie auch jene vollkommen wertlose Arbeit damals von faktisch niemandem zur Kenntnis genommen wurde. Auch dies passt zu einer nihilistischen Gesellschaft, die kein Auge mehr für die Schönheiten des Lebens, der Natur und Landschaft hat. Weil die meisten hierfür im alltäglichen Kampf gegen die Null auf dem Social-Credit-Account, … ähm, Verzeihung: dem „Girokonto“, keine Zeit und keine Nerven mehr haben. „Notizen vom Rande des Abgrunds (2)“ weiterlesen
Kategorie: Gesellschaft
Beobachtungen über das, was sich in Zeiten des Neoliberalismus selber noch „Gesellschaft“ schimpft
Notizen vom Rande des Abgrunds (1)
Vielleicht sollte ich auch hier in diesem Blog wieder politischer werden? Eine ehemalige Leserin aus München schrieb mir damals mal in in irgendeinem Kommentar, dass sie es kaum glauben könne, dass die gesellschaftskritischen Texte, die ich damals vor allem aufgrund der Verzweiflung über die Idiotie der Massen verfasste, wirklich von mir stammten. So genial wären die gewesen! Diesen geistigen und literarischen Hochgenuss hat sie allerdings niemals mit auch nur einem einzigen Cent gewürdigt. Man muss halt Prioritäten setzen. Und Geld ist knapp. Es ist ja auch wirklich nicht so, dass ich seit dem Ausklingen des Corona-Wahns mein Interesse an der nationalen und globalen Politik verloren hätte. Im Gegenteil. Sie ruiniert ja schließlich auch mein „Leben“ in vielerlei Hinsicht. „Notizen vom Rande des Abgrunds (1)“ weiterlesen
Caitlin Johnstone über den Kapitalismus
Mein letzter noch verbliebener Kumpel bestreitet regelmäßig die Schattenseiten des kapitalistischen Systems. Obwohl er anhand meines qualvollen Niedergangs eigentlich erkennen müsste, wohin letzten Endes ein korporatistisches System des existenziellen Zwangs zur lebenslangen Lohnknechtschaft, der Ausbeutung und der Profitmaximierung auch individuell führt, hält er an diesem Trugbild fest. Er wird selbst dann noch an dieser naiven Teletubby-Version des Kapitalismus, in welcher lediglich „freie“ Menschen untereinander uneigennützig Waren und Dienstleistungen austauschen, festhalten, wenn ich auf der Straße gelandet und unter irgendeiner Brücke erfroren bin. „Caitlin Johnstone über den Kapitalismus“ weiterlesen
Ein überflüssiger Mensch und Blog
Es gab nicht viele Reaktionen anlässlich der ersten Schließung meines Blogs im März 2023. Einen Tag vor der mündlichen Verhandlung meiner Einbahnstraßen-Klage vor dem VG Neustadt zog ich (auch schon in Erwartung der sich einen Tag später abspielen sollenden Farce) einen Schlussstrich. Nachdem mir mehrere Kommentatoren anlässlich eines regelrechten Mordversuchs auf der Straße ein Messer in den Rücken rammten, indem sie meinen „Ton“ bemängelten. Aber egal. Interessierte schon damals keinen – und inzwischen erst recht niemanden mehr. Am 4. April 2023 erhielt ich eine e-mail mit dem mehr als passenden Betreff „Überflüssig“. Darin bedankte sich ein pädagogischer Mitarbeiter an einer Schule für meine Arbeit. „Ein überflüssiger Mensch und Blog“ weiterlesen
Das Ende meines X-Accounts
Über Twitter und X hatte ich eigentlich bereits während der Corona-Jahre alles nötige geschrieben. Eine menschenverachtende Plattform, deren wesentlicher Zweck algorithmeninduziertes Hass-Kreisgewichse ist. Als ich mich im August 2024 dort während meiner bloglosen Zeit anmeldete, tat ich dies nur aus Widerwillen. Ich erhoffte mir primär einen Anschub für meine Clips, die ich seit März 2023 anfertigte. Und natürlich nebenbei auf Sponsoren oder anderweitige Unterstützer. Doch warum sollte sich jemals auch nur eine einzige meiner Hoffnungen erfüllen? Als ich gestern den Rechner hochfuhr, rieb ich mir verwundert die Augen, denn ich registrierte relativ viele Seitenzugriffe im Blog. Grund hierfür war ein Posting, welches ich am Montagabend bei X abgesetzt hatte. „Das Ende meines X-Accounts“ weiterlesen
Die wertlose Arbeit eines Radjournalisten
Vorgestern hatte mich, nach einer e-mail meinerseits, Volker Birk, der derzeit leider im Krankenhaus liegt (Gute Besserung!), nach längerer Zeit mal wieder verlinkt. Dass ich seit März wieder unter einer neuen Domain blogge, hatte er nicht mitbekommen. Er war einer der ersten, die vor zweieinhalb Jahren meine Blog-Schließung bedauerten. Wir bekamen uns aber in die Haare, weil er letzten Endes mit seinen Anteil daran leistete. Und zwar, weil er meinen Blog einfach über längere Zeit nicht mehr verlinkte. Denn wer sollte sich denn nun, nachdem der Corona-Zirkus definitiv vorüber war, noch für so einen unbedeutenden Fahrradkram interessieren? So gut seine Verlinkung gemeint war, so folgenlos war auch sie. Der Link ergab zwar etwas Traffic. Aber keine Kommentare und keine e-mails von (ehemaligen) Lesern. „Die wertlose Arbeit eines Radjournalisten“ weiterlesen
Pönale Quoten in Staatsanwaltschaften
Eine der ersten Passagen aus interessanten Videos, die ich hier im Blog transkribiert hatte,war eine vom damals noch seinen Professorentitel tragenden Juristen David Jungbluth in einem Beitrag über die politische Justiz in Deutschland. Im April unterhielt er sich mit Jens Lehrich am Vorabend der Abstimmung über die „Impfpflicht“ in der Fair-Talk-Reihe„After Dark“ u. a. auch über die allgemeine Arbeitsweise in deutschen Staatsanwaltschaften und nach welchen Kriterien Staatsanwälte dienstlich beurteilt werden. „Pönale Quoten in Staatsanwaltschaften“ weiterlesen
Das Problemkind Schöntalweiher
Nach dem Beitrag über die Entscheidung des neuen Kioskpächters, keine alkoholischen Getränke mehr anzubieten, befasse ich mich heute mit den grundlegenderen Problemen des Schöntalweihers. Mir tat es auch in diesem Sommer weh, die überwiegend leere Liegewiese zu sehen. So sehr ich die Ruhe an meinem Lieblingsort schätze, bedaure ich es, dass kaum mehr Menschen hierher zum Schwimmen, Sonnenbaden oder Picknicken kommen. Dieser prinzipiell schöne Badesee verharrt schon seit viel zu langer Zeit in einem regelrechten Dornröschenschlaf (statt an Rosen- sollte man hierbei allerdings eher an Brombeerdornen denken), aus dem ihn die Verantwortlichen allerdings auch weiterhin nicht aufwecken wollen. „Das Problemkind Schöntalweiher“ weiterlesen
Alkoholfreier Schöntalweiher-Kiosk
Seit dem 1. Juni hat der Kiosk am Schöntalweiher einen neuen Pächter. Die ehemalige Pächterin hatte offenbar irgendwann im Winter entschieden, dass sie den Kiosk im kommenden Jahr nicht mehr weiter betreiben wird. Im Februar hatte mich anlässlich eines (im Ergebnis erfolglosen) Wiederbelebungsversuchs einer Bekanntschaft aus Corona-Zeiten diese darauf hingewiesen, dass die „Kneipe“ komplett zu wäre. Die Bezeichnung war irgendwie auf ironische Weise treffend, denn in den letzten Jahren war der Außenbereich des Kiosks am Schöntalweiher mehr eine Kneipe bzw. ein Biergarten, denn ein Ort zur Verpflegung von Badegästen. Das Problem mit den in den letzten Jahren immer häufiger und schneller abspringenden Pächtern hat allerdings auch tiefere Ursachen. „Alkoholfreier Schöntalweiher-Kiosk“ weiterlesen
„Überwachungsstaat“ im Straßenverkehr?
Eine Nebenwirkung der exzessiven und totalitären „Corona-Maßnahmen“ ist unter anderem die Stärkung neoliberaler und libertärer Gegenbewegungen, welche staatlichen (also letzten Endes auch demokratischen) Einfluss fast vollständig ablehnen. Auch von mir ansonsten geschätzte Autoren wie Norbert Häring, die eigentlich von Hause aus diese politischen Strömungen selbst regelmäßig kritisieren, fallen punktuell auf diese Ideologie herein, indem sie auf eine völlig undifferenzierte Weise den (vermeintlichen) Ausbau des „Überwachungsstaates“ bemängeln. Häring tut dies aktuell in einem kurz gehaltenen Beitrag über die „Operation Snap“, in deren Rahmen britische Polizeibehörden um die Übermittlung von Dashcam-Videos bitten. „„Überwachungsstaat“ im Straßenverkehr?“ weiterlesen