Notizen vom Rande des Abgrunds (6)

Es verwundert mich ein weiteres Mal nicht, wie ein Großteil des rechtskonservativen Spektrums auf die Ermordung einer Frau durch einen ICE-Agenten reagiert. Ebenso wenig verwunderte mich deren Reaktion auf den Einmarsch Russlands in die Ukraine. Oder den 7. Oktober 2023. Die Entführung Maduros durch die USA. Oder die sich zuspitzende Lage im Iran, die derzeit mit einer gewaltigen Welle an Propaganda einhergeht. Es ist immer dasselbe. Mit den Leuten, mit denen man damals in Sachen Corona zusammengetrieben wurde. Es ging ihnen damals nicht um höhere Werte wie Menschenrechte. Sie hassten einfach nur den Staat, den sie, so neoliberal oder libertär sie sich auch gerieren mögen, ansonsten sehr gerne gegen ihre Feinde instrumentalisieren. Also vor allem gegen alle, die sie für „Linke“ halten. „Notizen vom Rande des Abgrunds (6)“ weiterlesen

Die Entführung Maduros durch die USA

Das Jahr fängt an, wie das letzte aufgehört hat. Mit einem endlosen Strom aus Scheiße. Der hegemoniale Terrorstaat USA, der den brutalen Völkermord in Gaza erst ermöglichte und den international gesuchten Kriegsverbrecher Netanyahu mehrfach im Weißen Haus empfing, hat, nach mehreren Akten unverhohlener Piraterie und Mord auf offener See, den Staat Venezuela militärisch angegriffen. Und dabei seinen Präsidenten Maduro nebst seiner Frau entführt. Angeordnet wurde dies von einem komplett durchgeknallten „Friedens-Präsidenten“ Trump, der sich etliche Male auf Epstein Island vergnügte, aber die Veröffentlichung der Ermittlungsakten entgegen seiner Wahlversprechen erneut wirksam blockierte. „Die Entführung Maduros durch die USA“ weiterlesen

Notizen vom Rande des Abgrunds (4)

Nun haben wir also bereits das Jahr 2026. An Silvester war hier tatsächlich nach vielen Jahren das Wetter mal wieder prinzipiell dazu geeignet, das (zu Zeiten des Corona-Totalitarismus sogar zwei Neujahre verbotene) Feuerwerk zu fotografieren. Ich habe es mir gespart, denn nach meinen Fotos (das Beitragsbild entstand an Neujahr 2014 auf der Alten Burg über Rodalben) hat letzten Endes auch nie auch nur ein einzelner Hahn gekräht. Denn alles, was ich erschaffe, ist wertloser Dreck. Auch dieser Text. Das „Gejammer“ eines Versagers, der nichts im Leben auf die Reihe kriegt. Der meint, er dürfe ungehorsam sein. Ungehorsam. Warum ausgerechnet er? „Notizen vom Rande des Abgrunds (4)“ weiterlesen

Notizen vom Rande des Abgrunds (3)

Ich bewundere ja Michael Sailer, dessen regelmäßig in Textform festgehaltenen Gedanken ich während des Corona-Totalitarismus kennen und schätzen lernte. Er schafft es auch weiterhin, den nationalen und globalen Wahnsinn angemessen zu kommentieren. Ich kann das schon lange nicht mehr. Dazu bin ich zu verzweifelt. Das war ich zwar damals auch – allerdings war ich damit nicht allein. Doch das bin ich jetzt wieder. Ein Hauptgrund dafür, warum ich insbesondere die Weihnachtszeit hasse wie die Pest: Angeblich werde ja gerade zu dieser Zeit auch an einsame Menschen gedacht, die es nicht so gut haben. Am Arsch die Waldfee! Keine Sau denkt an einen. Auch nicht diejenigen, denen man damals mit seinen Texten geholfen hatte. Absolut niemand. „Notizen vom Rande des Abgrunds (3)“ weiterlesen

Notizen vom Rande des Abgrunds (2)

Als ich auf der Suche nach einem „abgründigen“ Beitragsbild eben die zahlreichen Ordner mit Fotos durchstöberte, welche ich während meiner „fotografischen Hochphase“ zwischen 2011 und 2015 überwiegend aus dem Pfälzerwald anfertigte, wurde mir mal wieder bewusst, wie auch jene vollkommen wertlose Arbeit damals von faktisch niemandem zur Kenntnis genommen wurde. Auch dies passt zu einer nihilistischen Gesellschaft, die kein Auge mehr für die Schönheiten des Lebens, der Natur und Landschaft hat. Weil die meisten hierfür im alltäglichen Kampf gegen die Null auf dem Social-Credit-Account, … ähm, Verzeihung: dem „Girokonto“, keine Zeit und keine Nerven mehr haben. „Notizen vom Rande des Abgrunds (2)“ weiterlesen

Notizen vom Rande des Abgrunds (1)

Vielleicht sollte ich auch hier in diesem Blog wieder politischer werden? Eine ehemalige Leserin aus München schrieb mir damals mal in in irgendeinem Kommentar, dass sie es kaum glauben könne, dass die gesellschaftskritischen Texte, die ich damals vor allem aufgrund der Verzweiflung über die Idiotie der Massen verfasste, wirklich von mir stammten. So genial wären die gewesen! Diesen geistigen und literarischen Hochgenuss hat sie allerdings niemals mit auch nur einem einzigen Cent gewürdigt. Man muss halt Prioritäten setzen. Und Geld ist knapp. Es ist ja auch wirklich nicht so, dass ich seit dem Ausklingen des Corona-Wahns mein Interesse an der nationalen und globalen Politik verloren hätte. Im Gegenteil. Sie ruiniert ja schließlich auch mein „Leben“ in vielerlei Hinsicht. „Notizen vom Rande des Abgrunds (1)“ weiterlesen

Ein überflüssiger Mensch und Blog

Es gab nicht viele Reaktionen anlässlich der ersten Schließung meines Blogs im März 2023. Einen Tag vor der mündlichen Verhandlung meiner Einbahnstraßen-Klage vor dem VG Neustadt zog ich (auch schon in Erwartung der sich einen Tag später abspielen sollenden Farce) einen Schlussstrich. Nachdem mir mehrere Kommentatoren anlässlich eines regelrechten Mordversuchs auf der Straße ein Messer in den Rücken rammten, indem sie meinen „Ton“ bemängelten. Aber egal. Interessierte schon damals keinen – und inzwischen erst recht niemanden mehr. Am 4. April 2023 erhielt ich eine e-mail mit dem mehr als passenden Betreff „Überflüssig“. Darin bedankte sich ein pädagogischer Mitarbeiter an einer Schule für meine Arbeit. „Ein überflüssiger Mensch und Blog“ weiterlesen

Pönale Quoten in Staatsanwaltschaften

Eine der ersten Passagen aus interessanten Videos, die ich hier im Blog transkribiert hatte,war eine vom damals noch seinen Professorentitel tragenden Juristen David Jungbluth in einem Beitrag über die politische Justiz in Deutschland. Im April unterhielt er sich mit Jens Lehrich am Vorabend der Abstimmung über die „Impfpflicht“ in der Fair-Talk-Reihe„After Dark“ u. a. auch über die allgemeine Arbeitsweise in deutschen Staatsanwaltschaften und nach welchen Kriterien Staatsanwälte dienstlich beurteilt werden. „Pönale Quoten in Staatsanwaltschaften“ weiterlesen

„Überwachungsstaat“ im Straßenverkehr?

Eine Nebenwirkung der exzessiven und totalitären „Corona-Maßnahmen“ ist unter anderem die Stärkung neoliberaler und libertärer Gegenbewegungen, welche staatlichen (also letzten Endes auch demokratischen) Einfluss fast vollständig ablehnen. Auch von mir ansonsten geschätzte Autoren wie Norbert Häring, die eigentlich von Hause aus diese politischen Strömungen selbst regelmäßig kritisieren, fallen punktuell auf diese Ideologie herein, indem sie auf eine völlig undifferenzierte Weise den (vermeintlichen) Ausbau des „Überwachungsstaates“ bemängeln. Häring tut dies aktuell in einem kurz gehaltenen Beitrag über die „Operation Snap“, in deren Rahmen britische Polizeibehörden um die Übermittlung von Dashcam-Videos bitten. „„Überwachungsstaat“ im Straßenverkehr?“ weiterlesen

Ist der Mensch „Im Grunde gut“?

Dieser stinkende Kadaver eines einstmals gut laufenden Blogs selbst ist eigentlich einer von vielen Gründen, die im Titel gestellte Frage mit einem lauten „Nein!“ zu beantworten. Denn die folgende Rezension liest niemand mehr. Außer derjenige (der sogenannte Klage-Sponsor), der mir im letzten Jahr dieses Buch von Rutger Bregman geschenkt hatte, auf welches er durch irgendeine Fußnote in einem anderen Buch aufmerksam wurde. Er meinte, er täte mir Misanthropen damit etwas Gutes. Oder er könne mich zumindest anstacheln, gegen die Argumente des Autors anzuschreiben. Weil er als unverbesserlicher Frömmler selbst nach all dem, was mir während und vor allem nach Corona angetan wurde, nicht von seinem Glauben ans „Gute“ im Menschen abrücken will. „Ist der Mensch „Im Grunde gut“?“ weiterlesen