Caitlin Johnstone über den Kapitalismus

Mein letzter noch verbliebener Kumpel bestreitet regelmäßig die Schattenseiten des kapitalistischen Systems. Obwohl er anhand meines qualvollen Niedergangs eigentlich erkennen müsste, wohin letzten Endes ein korporatistisches System des existenziellen Zwangs zur lebenslangen Lohnknechtschaft, der Ausbeutung und der Profitmaximierung auch individuell führt, hält er an diesem Trugbild fest. Er wird selbst dann noch an dieser naiven Teletubby-Version des Kapitalismus, in welcher lediglich „freie“ Menschen untereinander uneigennützig Waren und Dienstleistungen austauschen, festhalten, wenn ich auf der Straße gelandet und unter irgendeiner Brücke erfroren bin. „Caitlin Johnstone über den Kapitalismus“ weiterlesen

Ein überflüssiger Mensch und Blog

Es gab nicht viele Reaktionen anlässlich der ersten Schließung meines Blogs im März 2023. Einen Tag vor der mündlichen Verhandlung meiner Einbahnstraßen-Klage vor dem VG Neustadt zog ich (auch schon in Erwartung der sich einen Tag später abspielen sollenden Farce) einen Schlussstrich. Nachdem mir mehrere Kommentatoren anlässlich eines regelrechten Mordversuchs auf der Straße ein Messer in den Rücken rammten, indem sie meinen „Ton“ bemängelten. Aber egal. Interessierte schon damals keinen – und inzwischen erst recht niemanden mehr. Am 4. April 2023 erhielt ich eine e-mail mit dem mehr als passenden Betreff „Überflüssig“. Darin bedankte sich ein pädagogischer Mitarbeiter an einer Schule für meine Arbeit. „Ein überflüssiger Mensch und Blog“ weiterlesen

B 10: Diese dreckigen Radfahrer!

In meinem „Leben“ passt überhaupt gar nichts. Heute wollte ich eigentlich um 8:45 Uhr in Richtung Kröppen starten. Denn dort sollte die Kreisstraße 4 (Siehe auch diesen Beitrag) feierlich freigegeben werden. Der LBM hatte in seiner Pressemitteilung vom 25. November u. a. das Erscheinen der Ministerin für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau (MWVLW), Daniela Schmitt (FDP), angekündigt. Ebenfalls erscheinen sollte Landrätin Susanne Ganster. Leider wurde mein Vorhaben von einem sehr ergiebigen Nieselregen vereitelt. Ich hatte definitiv keine Lust, wegen eines am Ende sowieso wieder nichts bringenden Gesprächs klatschnass die Heimfahrt antreten zu müssen. Ähnliche Gelegenheiten dieser Art sind mir in den letzten Jahren leider regelmäßig entgangen. „B 10: Diese dreckigen Radfahrer!“ weiterlesen

DHL auf dem Radstreifen in der Teichstraße

Wenn es nach mir gegangen wäre, gäbe es den folgenden Beitrag nicht. Denn hätte die Stadt damals den Unfug mit dem Radstreifen in der Teichstraße gelassen, wären dort immer noch zwei Fahrstreifen, auf denen man sich als Radfahrer auch problemlos zeitig einordnen konnte. Doch da man ja „irgendwas“ für „die Radfahrer“ tun wollte, kam dann wieder mal nur erwartbarer Unsinn bei raus. Jener Streifen ist explizit kein „Radfahrstreifen“, denn es wurden keine Zeichen 237 angeordnet. Die, welche man ersatzweise auf den Streifen gemalt hat, sind rechtlich unverbindlich und zwischenzeitlich auch schon ziemlich weggebröselt. Jedenfalls wird dieser Streifen zwar nicht von Radfahrern, dafür sehr gut von Gelegenheitsparkern angenommen. Unter anderem auch von DHL. „DHL auf dem Radstreifen in der Teichstraße“ weiterlesen

Ein Taxifahrer blockiert die Schillerstraße

Gestern war wieder ein ereignisreicher Nachmittag. Gegen Ende einer 58,6 km langen Rennradtour musste ich unter anderem wegen eines Einkaufs im Lidl noch einmal durch die Stadt. Hierbei durfte ich mich in der Schillerstraße auch noch über das Verhalten eines Taxifahrers ärgern, welcher die per Zeichen 295 markierte Ausfahrt in die Bitscher Straße blockierte, indem er dort einen Fahrgast aussteigen ließ. Ich dürfte in der Schillerstraße zwischenzeitlich auch schon eine zweistellige Zahl an rücksichtslosen Autofahrern wegen des Beparkens der Ein- und Ausfahrten angezeigt haben. Ob im Einzelfall etwas daraus wurde, weiß ich nicht. Bislang wurde ich jedenfalls noch nicht als Zeuge zu einer Gerichtsverhandlung eingeladen. Vielleicht ja dieses Mal? „Ein Taxifahrer blockiert die Schillerstraße“ weiterlesen

Wenn das BMV und MWVLW „bitten“

Heute musste ich einige Euros zusammenkratzen, um mir ein paar neue Treter zu kaufen. Meine uralten, zwischendurch von einem Bekannten neu besohlten Adidas hatten zwei größere Risse im Leder. Und an der Ferse nichts mehr an Innenfutter. Also fuhr ich rüber ins Fashion Outlet Zweibrücken. Ist ja gerade „Black Week“. Bei Puma fand ich dann für 38,50 Euro einen akzeptablem Sportschuh. Bei meiner Ankunft musste ich allerdings einmal mehr feststellen, dass sich am von mir monierten Zustand der Beschilderung immer noch nichts geändert hat. Bezüglich der illegalen Tempo-30-Zone am Outlet hatte ich letzten Endes eine Fachaufsichtsbeschwerde beim BMV gegen das Land Rheinland-Pfalz eingereicht. „Wenn das BMV und MWVLW „bitten““ weiterlesen

Das Ende meines X-Accounts

Über Twitter und X hatte ich eigentlich bereits während der Corona-Jahre alles nötige geschrieben. Eine menschenverachtende Plattform, deren wesentlicher Zweck algorithmeninduziertes Hass-Kreisgewichse ist. Als ich mich im August 2024 dort während meiner bloglosen Zeit anmeldete, tat ich dies nur aus Widerwillen. Ich erhoffte mir primär einen Anschub für meine Clips, die ich seit März 2023 anfertigte. Und natürlich nebenbei auf Sponsoren oder anderweitige Unterstützer. Doch warum sollte sich jemals auch nur eine einzige meiner Hoffnungen erfüllen? Als ich gestern den Rechner hochfuhr, rieb ich mir verwundert die Augen, denn ich registrierte relativ viele Seitenzugriffe im Blog. Grund hierfür war ein Posting, welches ich am Montagabend bei X abgesetzt hatte. „Das Ende meines X-Accounts“ weiterlesen

Mal wieder Glatteis an der K 6

Momentan betreibe ich so eine Art Abrechnung mit ehemaligen Kommentatoren und Unterstützern. Einer davon war ein Zahnarzt aus Niedersachsen. Auch er machte sich im Laufe des Jahres 2022 allmählich aus dem Staub. Heute schrieb er mir relativ deutlich, dass es ihm egal wäre, was ich über das Thema Radverkehr (und auch sonst so) schreibe. Gegen die Behörden sei „kein Ankommen, da sollte man weder Zeit, Energie noch Geld verschwenden.“ Ja, genau. Das galt aber natürlich nicht, als die Behörden Corona-Verordnungen durchsetzten. Sich dagegen aufzulehnen (auch, indem ich in meinem Blog darüber schrieb), war keine Verschwendung von Zeit, Energie und Geld? Was Leute wie er nicht verstehen, ist, dass es (im Gegensatz zum Corona-Terror) eben nicht irgendwann damit aufhört. „Mal wieder Glatteis an der K 6“ weiterlesen

Die wertlose Arbeit eines Radjournalisten

Vorgestern hatte mich, nach einer e-mail meinerseits, Volker Birk, der derzeit leider im Krankenhaus liegt (Gute Besserung!), nach längerer Zeit mal wieder verlinkt. Dass ich seit März wieder unter einer neuen Domain blogge, hatte er nicht mitbekommen. Er war einer der ersten, die vor zweieinhalb Jahren meine Blog-Schließung bedauerten. Wir bekamen uns aber in die Haare, weil er letzten Endes mit seinen Anteil daran leistete. Und zwar, weil er meinen Blog einfach über längere Zeit nicht mehr verlinkte. Denn wer sollte sich denn nun, nachdem der Corona-Zirkus definitiv vorüber war, noch für so einen unbedeutenden Fahrradkram interessieren? So gut seine Verlinkung gemeint war, so folgenlos war auch sie. Der Link ergab zwar etwas Traffic. Aber keine Kommentare und keine e-mails von (ehemaligen) Lesern. „Die wertlose Arbeit eines Radjournalisten“ weiterlesen

Das Radfahrverbot am Rheinberger

Gestern hatte ich einen Beitrag mit dem Titel „Einen vom (toten) Pferd erzählen“ geschrieben und veröffentlicht, der sich mit meiner sich weiterhin zuspitzenden Lebenssituation als vollkommen erfolgloser Journalist und Aktivist befasste. Ich habe ihn relativ schnell wieder depubliziert, weil ihn eh niemand verstehen würde. Wie auch niemand versteht, dass dieser Beitrag für mich Arbeit ist. Arbeit, die niemand honoriert. Mag sie auch noch so unbedeutend und irrelevant erscheinen. Als ich mich am 22. Juli mit der neuen Chefredakteurin des Portals „psst!“ am Rheinberger traf, war das für sie bezahlte Arbeitszeit. Für mich natürlich nicht. Auch nicht, als ich am Gebäude, welches auch das „Dynamikum“ beherbergt, einen mir bis dahin noch unbekannten Blödsinn bemerkte und dokumentierte. „Das Radfahrverbot am Rheinberger“ weiterlesen